Endlich bin ich auch bei Google+. Aber sonst keiner
. Wer Interesse hat melde sich bitte in den Kommentaren, der wird dann eingeladen. Schreibt einfach Eure Emailadresse ins dafür vorgesehene Feld. Im Klartext brauche ich sie nicht.
3. 8. 2011 von tulek
Hallo Freunde,
Jetzt mal wieder Ernstiges bar jeden Unfugs.
Ich nutze jetzt seit Jahr und Tag 2 – 3 Standardpasswörter in jeweils 3-4 Variationen für alle meine Konten bei diversen (auch obskuren) Webseiten – vom Social Network über Emailkonten zu Onlineshops hin zu Bezahldiensten. Diese Passwörter sind auch noch per Wörterbuchangriff
zu “knacken” von der Länge mal ganz abgesehen…
Und da mit zunehmendem Alter die Paranoia exponentiell ansteigt habe ich mich mal hingesetzt und die wichtigsten und empfindlichsten Passwörter durch mindestens 80-Bit starke ersetzt. Leider sind auch l33th4x0r Passwörter nicht sicher, gängige Brutforce Methoden sehen auch die l33t Schreibweise vor. “Sprechende” Passwörter sind damit also tabu. Ich wollte aber nicht nur ein Standardpasswort, denn das Fallen einer Bastion soll nicht die ganze Stadt in Brand setzen. Somit brauch ich für jedes kritisches Konto ein einzigartiges Passwort. Jetzt ist es natürlich nicht jedermanns Sache sich Zufallszeichenketten länger als 9 Zeichen zu merken (meine übrigens auch nicht). Andererseits sollte das Passwort stets zur Hand und unabhängig von (potentiell unsicheren) Webdiensten und auf keine Software mit Schlüsseldateien oder irgendwelche mitzuführenden elektronischen Geräte aufbauend sein.
Und da ist mir bzw. anderen eine nette Seite untergekommen:

Auf www.passwordcard.org kann man sich eine Passwortkarte runterladen, ausdrucken, laminieren und ins Portemonnaie stecken. Die Idee ist recht simpel: aus dem Wust an Zeichen denkt man sich einen Pfad für ein bestimmtes Passwort aus.
Zum Beispiel für Ebay: Wir nehmen die altrosa Zeile (3) und wandern vom Pfundzeichen nach rechts zum Rand der Karte und dann nach oben zum Regenschirm.
Das ergibt dann
$e6THETUC5Gh7CDQuT#
Ein ziemlich sicheres Passwort würde ich mal behaupten wollen
.
Alles was der Kopf noch zu tun hat ist sich die jeweiligen Pfade zu merken, um an sein gewünschtes Passwort zu kommen.
Und selbst wenn die Karte mal geklaut wird ist für den Dieb damit nicht viel anzufangen, da man ziemlich viele Pfade, Richtungen und Längen generieren kann.
Man sollte seine Passwörter sicherheitshalber aber nur ablesen und nicht jedesmal mit dem Finger nachfahren.
Bei Verlust der Karte kann man sich mit dem kleingedruckten HEX-Code (den man irgendwo anders nochmal deponiert/niederschreibt) übrigens ein Duplikat erstellen und wieder ausdrucken und bis zum Verlust sollte man seine Freunde/Feinde den HEX-Code nicht kopieren lassen
.
Ich finde diese Art des Passwortmerkens auf jeden Fall ziemlich innovativ und praktisch.
Was denkt Ihr?
…hat übrigens Woyzeck geschrieben.
Das Abendland steht kurz vor’m Untergang.
Nicht fuktionierende Batch-Dateien im Windows Ordner verstecken ist böse.
@echo off
C:
cd Pfadangabe die nicht interpretiert werden kann/
del *.* /Q
Man lernt eben nie aus
Quel malheur.
Edit: Und wo wir schon am lamentieren sind: ein LAMP-Server kann auch ein ganz schönes Miststück sein…
Da ich zu Hause leider eine Flat mit Fairuse Policy habe ist es für mich vonnöten Youtube Videos, die ich für bemerkens- und wiedersehenswert halte an anderer Stelle runterzuladen, um sie später am heimischen PC als mp4 in voller HD Auflösung geniessen und immer wieder anschauen zu können.
Für diesen Fall ist keep-tube.com eine tolle Sache (es gibt dafür auch ein Firefoxplugin).
Jetzt bin ich aber kürzlich auf ein fantastisch-witziges Youtubevideo gestossen, welches untertitelt ist und mit den Untertiteln zusammen noch viel witziger ist.
Wie jetzt an die Untertitel kommen?
Da hilft uns ein kleines Programm welches unter Windows und Linux läuft:
google2srt
Einfach URL eingeben und schon habt Ihr die Untertitel, sehr schön.
Eigentlich wollte ich aber nur (mal wieder) auf die fantastischen Muppets hinweisen
Verschlüsselte Home Verzeichnisse sind böse
Buchhändler galten ja lange als verhuschte, intellektuelle Alleswisser, die obskuren Idealen anhängend, jeden Kunden anhand seiner unausgegorenen Wünsche in wenig schmeichelhaft bezeichnete Schubladen steckten.
Aber auch in der alternativsten Buchhandlung hat mittlerweile gewinnorientiertes Wirtschaften und schamloses Anwanzen an den Mainstream Einzug gehalten, jeder Kunde, der des Lesens halbwegs mächtig ist, wird hofiert und egal was er/sie verlangt, der Buchhändler tut alles in seiner Macht stehende, den Wunsch zu erfüllen.
Ja, die Romantik ist allerorten auf dem Rückzug und die kalte neoliberale Fratze zeigt ihr hässliches Grinsen auch im einst so kuscheligen Buchhandel und das hat seine Ursachen mitnichten in der gewachsenen Konkurrenz (Filialisten, Onlinebuchhandlungen, Bravo-Foto-Love-Story,etc. pp.). Auch neue Medien (Internet, SMS, Graffiti, Steuerbescheid) buhlen um des Konsumenten Aufmerksamkeit und mal ehrlich wer liest denn nach des Tages Mühsal noch anspruchsvolle Literatur (ich weiß durchaus um die zahlreichen Ausnahmen dieser Polemik).
Bücher entfachen heutzutage einfach nicht mehr die Leidenschaft, die sie früher einmal zu Tage förderten (Werther, Bibel, Geschichte der O). Daran Schuld sind der Mainstream – der in vielen Dingen mitmischt qua Definition, risikoscheue Verleger, Buchhandlungen die nur noch bewährte Verlage und Titel ins Haus lassen und der Leser/die Leserin.
Er/sie kann aber nichts dafür, schliesslich haben wir Buchhändler uns ja diesen Konsensquatsch selbst angelacht, man denke nur an die Vampirbuchflut.
Deshalb ist es mehr als angenehm, wenn dem Buchhändler mal ein Kunde über den Weg läuft, der wirklich für bestimmte Bücher/Autoren “brennt”, der mit Seufzern der Verzückung Wendungen aus Lieblingsbüchern zitiert, dem Buchhändler auf die Schulter klopft und gemeinsam mit diesem in der gemeinsamen Lesehistorie schwelgt. Diese Menschen gibt es zum Glück noch häufiger als hier dargestellt und welch’ tolle Blüten diese Begeisterung austreiben lässt, der schaue mal folgendes (nsfw):
Happy Birthday, Mr. Bradbury!
Endlich bin ich wieder in angemessener Geschwindigkeit im Netz,
der rosa Riese hatte Erbarmen und halb Angeln mit UMTS zugeschmissen. Das ist schonmal sehr fein, jetzt lässt’s sich geduldiger auf DSL warten, allerdings sind 5 GB Transferlimit bis zur Zwangsdrosselung doch sehr happig in Zeiten von Youtube und Linuxupdates.
Mal sehen, ich versuche mich am Riemen zu reissen.
Haben eigentlich alle I- pod/phone/pad, Kindle, Zune, whatever Nutzer Blut an Ihren Händen?
Das Arbeiter bei Foxconn freiwillig nicht alt werden wollen finde ich schon bedenklich, aber wir wollen ja unsere Gadgets alle zu einem günstigen Preis, wobei zumindest Apple (und sicherlich auch andere) mit ihrem 20:80 Geschäftsmodell nichts wirklich günstig anbieten…
Also liegt es an der berühmten asiatischen Arbeiter-/Ausbeutermentalität? Das die westlichen Auftraggeber jetzt aufgescheucht selbst mal einen Blick riskieren wollen, ist wenig mehr als Augenwischerei und ich fürchte es läuft da ähnlich wie in der Textilbranche: wegsehen solang es geht, dann Aktionismus und klammheimlich zur nächsten Sklaventreiberkaschemme wechseln (wenn andernorts die Bedingungen zwar menschlich, die Preise aber zu hoch sind).
Das nennt man dann wohl Globalisierung.



