…Der Grundgedanke ist einfach: an öffentlichen Orten werden nach Nutzungsdauer zu zahlende Sitzgelegenheiten aufgestellt, die nach Ablauf der “license to sit” fiese Stachel auf der Sitzfläche ausfahren.
…und warum sollte gerade die sekundengenaue, perverse Abbuchung jeder Art käuflichen Guts (zum Beispiel eines Musikstücks) ein Ausnahme darstellen?
Digital Rights Management schön und gut, aber es wird doch immer einen Ausweg aus der Klemme geben, so wie schon zuvor alle Arten von CD Kopierschutz ausgehebelt wurden, Kopierschutzabfragen in PC Spielen (damals in der Diskettenzeit) einfach vervielfätigt wurden, wird es auch den DRM erwischen, um bei den künstlerisch und didaktisch wertvollen Stuhlbeispiel zu bleiben: dann nimmt der Nutzer (i.e. der Lizenznehmer, der ja unbegrenztes Sitzen vom Stuhl gewohnt ist) eben eine sitzflächengrosse Metallplatte mit.
So einfach ist das ! Ohnehin weicht der Nutzer immer auf weniger restriktiv Durchwobenes aus, wer nutzt denn schon die Möglichkeit Musikstücke mit dämlichen Rechten zu kaufen ? Zu viele sicherlich, aber der mündige Surfer kauft dann doch lieber die CD mit Abspielschutz Kopierschutz, ist zwar auch nicht toll aber immerhin besser.
DRM![]()

am 21.1.2005 um 17:00 Uhr
das solche mechanismen umgangen werden können ist glaube ich hinreichend klar.
allein, wozu das führt ist eine zunehmende kriminalisierung der bevölkerung. schön und gut, wenn man gesetze durch widerrechtliche schritte umgehen kann, aber sollte es nicht im interesse der bevölkerung liegen, die gesetze derart mitzugestalten, daß sie dem öffentlich konsens entsprechen??
und der fakt, daß du das kaufen einer UN-CD bereits als das geringere zweier übel siehst, zeigt doch nur, wie stark wir schon von den “interest groups” und lobbies manipuliert werden!
solange die musikvertreiber ein ein quasi-kartell auf den vertriebsweg haben (vorbei an den musikmachern und musikhörern) und zu allem überfluß auch noch einen überproportionalen einfluß auf die regierungen haben, wird sich die lage stetig verschlimmern, bis zum schluß die gesellschaft sich teilt in “intellectual property”-kriminelle und ein herde gutgläuber schafe, die sich das geld aus den taschen ziehen lassen.
naja, ich habe ja immernoch die hoffnung, daß sich irgendwann mal vertriebskanäle über das internet bilden werden, die einen direkteren diskurs zwischen musikern und zuhörern erlauben und so auf ganz natürliche art und weise der zurzeit übermächtigen “musikindustrie” das wasser abgraben.
man can always dream,
jethr0
am 21.1.2005 um 17:56 Uhr
Was soll der Kunde denn machen ?
Boykottiere ich die Un-CDs komme ich nicht unbedingt an die Musik eines von mir verehrten Künstlers ran, denn nur weil ein paar Aufmerksame Copy Protected CDs boykottieren heißt das leider noch lange nicht, dass der Pöbel selbiges tut.
Legale Downloadportale schliesse ich auch mal aus, weil die Dateien DRM verseucht sind und damit nicht viel besser als die Hörproben auf Amazon.de, was übrig bleibt ist die kleinste Kröte zu schlucken und wenigstens die gewünschte Musik mit so wenig Einschränkungen wie zur Zeit möglich zu kaufen.