Schlimme Sache

31.1.2005 von tulek

Nochmal auf jethr0s Thema bezogen:
NPD Parteichef Udo Voigt zum Thema Holocaust Mahnmal:

Wir bedanken uns dafür, dass man uns dort jetzt schon die Fundamente der neuen deutschen Reichskanzlei geschaffen hat.

Dieser sympathische Herr hat auch schon den GröFaZ als großen deutschen Staatsmann bezeichnet. Es gilt hier nicht nur das rechte Gedankengut zu bekämpfen, sondern einer Partei die bewusst provoziert und tagtäglich die Opfer des Naziterrors durch verharmlosende Vergleiche beleidigt endlich die rechtliche Grundlage zu entziehen!
Protestwähler hin oder her, es gibt die PBC, die Grauen Panther , was nützt es denn, wenn die meisten NPD-Wähler gar nicht so rechts sind, wie die Personen, die sie gewählt haben ? Viele NSDAP Wähler waren anfangs auch NUR Protestwähler und auch sicherlich nicht alle so wahnsinnig wie die handvoll Menschen, die über ganz Europa unsägliches Elend brachten.
Die NPD hat in der deutschen Parteienlandschaft nichts verloren, nicht mal als abschreckendes Beispiel.
Technorati, Technorati

One Response to “Schlimme Sache”

  1. Dagobert meint

    Ich muß leider wieder darauf hinweisen, daß es hier nicht um die Partei alleine gehen kann und daß es nichts bringt die Partei zu verbieten.
    Natürlich hast du recht mit den Protestwählern. So fängt es an, aber wie ich schon bei jethr0 schrieb: Es geht um die Aufklärung, die anscheinend versagt hat und daher verbessert werden muß. Ich habe heute morgen im Deutschlandfunk folgendes Interview gehört. Sehr zu empfehlen!

    […]
    Remme: Sie haben die Gedenkfeiern angesprochen. Die gegenwärtige Diskussion um die NPD kollidiert mit diesen Gedenkfeiern. Glauben Sie an eine Art Masterplan der Rechten, der jetzt praktisch aufgeht?

    Leggewie: Ich glaube, dass die Neonationalsozialisten sehr wohl kalkulieren, dass sie sehr viel Zustimmung damit gewinnen, dass sie diesem, was sie selber als einen Gedenkzirkus und eine einseitige Erinnerung betrachten, solche Auftritte entgegenstellen. Ich glaube, sie können damit spekulieren, dass es sehr viele Deutsche gibt, auch jenseits des rechtsextremen Lagers, die es, um es einmal salopp auszudrücken, satt haben, immer wieder an den Nationalsozialismus erinnert zu werden und die jetzt einfach genährt durch die private Erinnerung, die in der Bundesrepublik immer weiter gelaufen ist, übrigens auch in der DDR, sagen, was ist denn jetzt eigentlich mit den deutschen Opfern und was ist mit der guten Seite der deutschen Geschichte.

    Das ist ein Teil, den ich meine.
    Ich bin der Überzeugung, daß wenn die NPD verboten wird, alle denken, daß es in Deuschland keine Rechten mehr gibt (etwas übertrieben gesagt) und somit wir dann plötzlich wirklich vor einem Problem, wenn die im Untergrund aggierenden Kräfte hervorbrechen!

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