Wenn ich eine Sache an Weihnachten vermisse, dann ist es diese nicht auszuhaltende Spannung, die man als Kind Tage vor Weihnachten und insbesondere die letzten Stunden vor der Bescherung durchlebt. Man wusste nichts mit sich anzufangen und sämtliche Uhren im Haus schienen stehengeblieben zu sein.
Irgendwann verlor sich diese Ungeduld und damit ging ein Stück Weihnachtszauber verloren, ich freue mich noch immer auf Weihnachten und insbesondere das sich immer Wiederholende macht mir Freude an diesen Tagen: die Diskussion ob vor der Bescherung wirklich der Abwasch gemacht werden muss - wobei mittlerweile der Geschirrspüler diese obsolet macht -, das feierliche Zwielicht in der guten Stube, die Diskussion um plattdeutsche Weihnachtsmusik (oder nicht) - wobei ich mittlerweile wohl auf Seiten meiner Mama stehe und die Godewind Weihnachtsdoppel-CD befürworte -, die bange Frage ob die - in allerletzter Minute besorgten - Weihnachtsgeschenke gut ankommen, die hemmungslose Völlerei, das Einheizen der Stube mit den größten Holzstücken, die noch in den Ofen passen, die Ente bei Oma …
Weihnachten ist bei uns nie religiös geprägt gewesen und wir haben es wohl schon immer als Konsumfest zelebriert, aber wichtiger als diese Ausrichtung war einfach das Zusammensitzen die Freude aller Beteiligten an diesem Abend. Durchatmen, Spiele spielen, Geschenke ausprobieren und miteinander innehalten so kurz vor einem neuen Jahr, das ist für mich Weihnachten. Ich verstehe Weihnachtsverweigerer nicht, sicherlich, man setzt sich in der Vorweihnachtszeit viel Stress aus, doch muss es einen Gegenpol zu der Geruhsamkeit an Heiligabend geben.
Mir persönlich würde ein Jahr ohne Weihnachten keine Freude machen und in diesem Sinne der eindeutigen Bejahung des Kommerzes und der Feierlichkeit wünsche ich meiner handvoll Leser(innen) ein schönes Weihnachtsfest, ich verabschiede mich in eine kurze Pause und bin am 28.12.2005 wieder für Euch da.
Weihnachten
, Kindheit![]()
Archive for December, 2005
23. 12. 2005 von tulek
Ich erledige jetzt einen großen Teil meiner Weihnachtseinkäufe
*muhahahahahahahahahahahahahahahahahahahahahahahaha*
*sic* Jedes Jahr ist es das Gleiche mit mir …
Weihnachten
, Planwirtschaft![]()
Wenn man schweren Herzens sein GEO-Abonnement kündigt, um für Zukünftiges (great Expectations) zu sparen und der netten Dame von Burda-Direct sagt, daß es finanziell momentan leider einfach nicht geht, obwohl einem die Zeitschrift so gut gefällt und die Dame einem dann als Schlusswort mit auf den Weg gibt: “Die Zeiten werden auch wieder besser, Sie werden sehen.” Dann wird einem doch warm ums Herz und man ist für einen kurzen Augenblick ganz gerührt, denn mit Anteilnahme aus dieser Richtung hat man nicht gerechnet.
Telefonseelsorge
, Trost![]()
Warum ist da eine so hässliche Gurke am Rand Deines Blogs? Read the rest of this entry »
Es ist ein Schnee gefallen,
und es ist noch nit Zeit.
| : Man wirft mich mit den Ballen
der Weg ist mir verschneit. : |Mein Haus hat keinen Giebel,
es ist mir worden alt,
| : zerbrochen sind die Riegel,
mein Stüblein ist mir kalt. : |Ach, Lieb, laß Dich’s erbarmen,
daß ich so elend bin,
| : und schleuß mich in Dein Armen,
so fährt der Winter hin. : |
In der Zeit nach dem 2. Weltkrieg war englisch einkaufen der euphemistische Ausdruck für stehlen, das wollte ich nur mal festgehalten haben, bevor es dem Vergessen anheimfällt und ein großes Wehklagen durch die Republik geht, nur weil niemand mehr weiß wie englisch einkaufen geht.
Englisch einkaufen
, Sprachforschung![]()

Die Zeit läuft. Ich bin nicht verantwortlich für den Inhalt der von mir verlinkten Seiten.
Dean Gray Tuesday![]()
Am Rande meines Nachrichtenkonsums fiel mir auch die Diskussion um eine mögliche Begnadigung Williams’
auf und natürlich hätte ich mir gewünscht das Governeur Schwarzenegger das Todesurteil aussetzt und in eine lebenslange Haftstrafe umwandelt, denn prinzipiell bin ich gegen dieses Auge um Auge, Zahn um Zahn Denken.
Aber der Mensch ist nunmal ein barbarisches Tier und Gewalt ist eines der Erfolgsrezepte der Evolution. Ich kann mir kein Urteil erlauben, ob der Delinquent nur seiner gerechten Strafe zugeführt wurde oder womöglich gar völlig ohne Schuld starb. Was mich an der Geschichte viel mehr bewegt ist diese grausame Option auf eine Begnadigung - dieses Schweben zwischen Hoffen und Bangen (wobei Bangen nicht mal an der Oberfläche des Gefühls kratzen dürfte, welches der Verurteilte empfindet). Wie kann man dem Tod gefasst ins Auge sehen, wenn immer in den Tagen und Stunden vor dem letzten Gang die vage Aussicht auf ein Einlenken der Mächtigen besteht? Wenn eine Nation schon auf dieses unwürdige Spektakel besteht, dann auch in aller Konsequenz. Aber so ist das Gewissen beruhigt, die “guten” Verbrecher haben eine letzte Chance, nach Jahrzehnten des Wartens auf das Finale verzichten zu dürfen. Die “Bösen” sollen schmoren bis dahin.
Warum nicht so mutig sein und das Urteil so schnell wie möglich vollstrecken? Wäre das eventuell zu grausam?
Niemand sollte das Recht haben (und ausüben dürfen) das Leben anderer zu beenden, auch nicht mit staatlicher Legitimation, man stellt sich mit Mördern auf eine Stufe ist um keinen Deut besser als diese. Egal wie das Todesurteil vollstreckt wird sind alle die es tun für mich Mörder, ob nun im finsteren Kerker in China oder gepflegten Gefängnissen der USA.
Sicherlich hat die deutsche Art Schwerverbrecher abzustrafen ihre Schwächen, die leider auch oft genug ersichtlich sind, aber letztendlich sind wir über plumpe Vergeltung erhaben und schützen unsere Gesellschaft mit humaneren Massnahmen, sicherlich ist das subjektive Gefühl, daß es zum Beispiel Kinderschänder viel härter treffen müsste, vorhanden, aber wir sind kein Volk, das wahllos Täter umbringt und sich danach sicherer fühlt. Es spielt für den Menschen keine Rolle ob ein Mörder hinter Gefängnismauern darbt oder aber hinter Friedhofsmauern, einzelne, reaktionäre Misstöne der ewig Unzufriedenen ausgenommen.
Moral
, Tookie
, Stanley Williams![]()
Die Überschrift beweist, daß man nicht alles Englische eindeutschen sollte, noch schlimmer als meine Trash-English Übersetzung aber ist, daß es gar nicht stimmt, es gibt keine Homeland Security für Kinder, ABER (mal wieder ein großes aber) es gibt Menschen, in diesem Falle Amerikaner, die das amtliche Vorwarnsystem nicht ganz ernstzunehmen scheinen, die Idee verdient aber Unterstützung hier also die aktuelle Terrorwarnstufe:
Red Alert![]()


