Ich habe mir Geert Wilders’ Fitna angesehen und meine schlimmen Erwartungen erfüllten sich…
Dieser Film existiert nur aus seiner selbst heraus, es geht Herrn Wilders darum einen Aufreger zu provozieren und das scheint ihm noch nicht einmal gelungen.
Jeder radikale Moslem kann in diesem Film gar keinen Affront sehen, weil er einfach nur krude Koranverse und doofe O-Töne (und -Bilder) aneinanderreiht. Dramaturgisches “Glanzlicht” der abgetrennte Kopf eines “Ungläubigen”. Offensichtlich soll die Angst vor dem Islam mit diesem mageren Material geschürt werden. Selten wurde ein Ziel so grandios verfehlt.
Während Theo van Goghs Kritik künstlerisch und dramaturgisch wertvoll war, ist dieser Versuch sich selbst eine Fatwa aufzuerlegen schon sehr peinlich. Ein bisschen fühle ich mich an die Karikatur erinnert in der Kanzler Dollfuss versucht neben den “großen” Hitler und Mussolini ebenbürtig zu erscheinen… nun die Geschichte sah Dollfuss scheitern und Geert Wilders kann sich zwar weiterhin als Lieblingsfeind aller Rechtgläubigen sehen, aber was da mit soviel PR Tamtam vorbereitet wurde erweist sich als warmes Lüftchen.
Mit dieser Montagetechnik könnte man jedwede erdenkliche Menschengruppe stigmatisieren wollen und würde doch nur auf den Hosenboden fallen.
Ich verzichte mal auf einen Link zum Film, er ist einfach nur schlecht.

mit
am 5.4.2008 um 21:14 Uhr
als praktikanter Moslem sage ich nur, dass uns viele gemeinsamme Sachen verbindet und auf diese gleiche Ebene können wir uns Got sei dank austauschen. was ist wenn nicht der Fall wäre, denn währe jeder einsam oder?, was ist wenn wir alle gleich währen? wird alles nicht etwas langweilig? wie Tulek das gesagt hat “der Film ist einfach schlecht” kein weiteren Kommentar außer (diese Seite gefählt mir sehr, weiter so T) lg Hako
mit
am 5.4.2008 um 22:53 Uhr
Wow, Danke für Deinen Kommentar :).
Ich möchte Deine Bemerkung auch nochmal zum Anlass nehmen und an dieser Stelle erwähnen, daß ich von einer “Verteufelung” des Islam absolut nichts halte, denn der Großteil aller Moslems sind Menschen die vieles mit “uns” Christen gemein haben.
Es gibt wohl in fast jeder Religion radikale Elemente die Ihren Glauben völlig falsch auslegen und damit dem Ansehen aller anderen Gläubigen schaden.
Seien es jetzt die Taliban oder aber die Protestanten in Nordirland, jeder Mensch sollte Toleranz leben und fördern. Ich empfinde keine Bedrohung durch Gläubige, die schwarzen Schafe, die machen mir Sorgen, aber man darf nicht eine ganze Glaubensgemeinschaft zum Problem erklären.
Also danke, Hako.