Hallo Freunde,
Jetzt mal wieder Ernstiges bar jeden Unfugs.
Ich nutze jetzt seit Jahr und Tag 2 – 3 Standardpasswörter in jeweils 3-4 Variationen für alle meine Konten bei diversen (auch obskuren) Webseiten – vom Social Network über Emailkonten zu Onlineshops hin zu Bezahldiensten. Diese Passwörter sind auch noch per Wörterbuchangriff
zu “knacken” von der Länge mal ganz abgesehen…
Und da mit zunehmendem Alter die Paranoia exponentiell ansteigt habe ich mich mal hingesetzt und die wichtigsten und empfindlichsten Passwörter durch mindestens 80-Bit starke ersetzt. Leider sind auch l33th4x0r Passwörter nicht sicher, gängige Brutforce Methoden sehen auch die l33t Schreibweise vor. “Sprechende” Passwörter sind damit also tabu. Ich wollte aber nicht nur ein Standardpasswort, denn das Fallen einer Bastion soll nicht die ganze Stadt in Brand setzen. Somit brauch ich für jedes kritisches Konto ein einzigartiges Passwort. Jetzt ist es natürlich nicht jedermanns Sache sich Zufallszeichenketten länger als 9 Zeichen zu merken (meine übrigens auch nicht). Andererseits sollte das Passwort stets zur Hand und unabhängig von (potentiell unsicheren) Webdiensten und auf keine Software mit Schlüsseldateien oder irgendwelche mitzuführenden elektronischen Geräte aufbauend sein.
Und da ist mir bzw. anderen eine nette Seite untergekommen:

Auf www.passwordcard.org kann man sich eine Passwortkarte runterladen, ausdrucken, laminieren und ins Portemonnaie stecken. Die Idee ist recht simpel: aus dem Wust an Zeichen denkt man sich einen Pfad für ein bestimmtes Passwort aus.
Zum Beispiel für Ebay: Wir nehmen die altrosa Zeile (3) und wandern vom Pfundzeichen nach rechts zum Rand der Karte und dann nach oben zum Regenschirm.
Das ergibt dann
$e6THETUC5Gh7CDQuT#
Ein ziemlich sicheres Passwort würde ich mal behaupten wollen
.
Alles was der Kopf noch zu tun hat ist sich die jeweiligen Pfade zu merken, um an sein gewünschtes Passwort zu kommen.
Und selbst wenn die Karte mal geklaut wird ist für den Dieb damit nicht viel anzufangen, da man ziemlich viele Pfade, Richtungen und Längen generieren kann.
Man sollte seine Passwörter sicherheitshalber aber nur ablesen und nicht jedesmal mit dem Finger nachfahren.
Bei Verlust der Karte kann man sich mit dem kleingedruckten HEX-Code (den man irgendwo anders nochmal deponiert/niederschreibt) übrigens ein Duplikat erstellen und wieder ausdrucken und bis zum Verlust sollte man seine Freunde/Feinde den HEX-Code nicht kopieren lassen
.
Ich finde diese Art des Passwortmerkens auf jeden Fall ziemlich innovativ und praktisch.
Was denkt Ihr?

