Archiv für die Kategorie 'Kultur'

Youtube Videos runterladen (mit Untertiteln)

9. 10. 2010 von tulek

Da ich zu Hause leider eine Flat mit Fairuse Policy habe ist es für mich vonnöten Youtube Videos, die ich für bemerkens- und wiedersehenswert halte an anderer Stelle runterzuladen, um sie später am heimischen PC als mp4 in voller HD Auflösung geniessen und immer wieder anschauen zu können.

Für diesen Fall ist keep-tube.com eine tolle Sache (es gibt dafür auch ein Firefoxplugin).

Jetzt bin ich aber kürzlich auf ein fantastisch-witziges Youtubevideo gestossen, welches untertitelt ist und mit den Untertiteln zusammen noch viel witziger ist.

Wie jetzt an die Untertitel kommen?

Da hilft uns ein kleines Programm welches unter Windows und Linux läuft:
google2srt

Einfach URL eingeben und schon habt Ihr die Untertitel, sehr schön.
Eigentlich wollte ich aber nur (mal wieder) auf die fantastischen Muppets hinweisen :)

Leidenschaft

22. 8. 2010 von tulek

Buchhändler galten ja lange als verhuschte, intellektuelle Alleswisser, die obskuren Idealen anhängend, jeden Kunden anhand seiner unausgegorenen Wünsche in wenig schmeichelhaft bezeichnete Schubladen steckten.

Aber auch in der alternativsten Buchhandlung hat mittlerweile gewinnorientiertes Wirtschaften und schamloses Anwanzen an den Mainstream Einzug gehalten, jeder Kunde, der des Lesens halbwegs mächtig ist, wird hofiert und egal was er/sie verlangt, der Buchhändler tut alles in seiner Macht stehende, den Wunsch zu erfüllen.

Ja, die Romantik ist allerorten auf dem Rückzug und die kalte neoliberale Fratze zeigt ihr hässliches Grinsen auch im einst so kuscheligen Buchhandel und das hat seine Ursachen mitnichten in der gewachsenen Konkurrenz (Filialisten, Onlinebuchhandlungen, Bravo-Foto-Love-Story,etc. pp.). Auch neue Medien (Internet, SMS, Graffiti, Steuerbescheid) buhlen um des Konsumenten Aufmerksamkeit und mal ehrlich wer liest denn nach des Tages Mühsal noch anspruchsvolle Literatur (ich weiß durchaus um die zahlreichen Ausnahmen dieser Polemik).
Bücher entfachen heutzutage einfach nicht mehr die Leidenschaft, die sie früher einmal zu Tage förderten (Werther, Bibel, Geschichte der O). Daran Schuld sind der Mainstream – der in vielen Dingen mitmischt qua Definition, risikoscheue Verleger, Buchhandlungen die nur noch bewährte Verlage und Titel ins Haus lassen und der Leser/die Leserin.
Er/sie kann aber nichts dafür, schliesslich haben wir Buchhändler uns ja diesen Konsensquatsch selbst angelacht, man denke nur an die Vampirbuchflut.

Deshalb ist es mehr als angenehm, wenn dem Buchhändler mal ein Kunde über den Weg läuft, der wirklich für bestimmte Bücher/Autoren “brennt”, der mit Seufzern der Verzückung Wendungen aus Lieblingsbüchern zitiert, dem Buchhändler auf die Schulter klopft und gemeinsam mit diesem in der gemeinsamen Lesehistorie schwelgt. Diese Menschen gibt es zum Glück noch häufiger als hier dargestellt und welch’ tolle Blüten diese Begeisterung austreiben lässt, der schaue mal folgendes (nsfw):

Happy Birthday, Mr. Bradbury!

Mehr zum Video hier & dort

Moralisches Dilemma

27. 5. 2010 von tulek

Haben eigentlich alle I- pod/phone/pad, Kindle, Zune, whatever Nutzer Blut an Ihren Händen?

Das Arbeiter bei Foxconn freiwillig nicht alt werden wollen finde ich schon bedenklich, aber wir wollen ja unsere Gadgets alle zu einem günstigen Preis, wobei zumindest Apple (und sicherlich auch andere) mit ihrem 20:80 Geschäftsmodell nichts wirklich günstig anbieten…

Also liegt es an der berühmten asiatischen Arbeiter-/Ausbeutermentalität? Das die westlichen Auftraggeber jetzt aufgescheucht selbst mal einen Blick riskieren wollen, ist wenig mehr als Augenwischerei und ich fürchte es läuft da ähnlich wie in der Textilbranche: wegsehen solang es geht, dann Aktionismus und klammheimlich zur nächsten Sklaventreiberkaschemme wechseln (wenn andernorts die Bedingungen zwar menschlich, die Preise aber zu hoch sind).

Das nennt man dann wohl Globalisierung.

Kurz und bündig!

28. 4. 2010 von tulek

1. Erstens

2. Zweitens

3. Drittens

Welch’ famoser Spaß.

Wichtiger Kulturbeitrag!

17. 1. 2010 von tulek

Auch wenn’s nun schon komplett durch’s Internet geschleift worden sein sollte komme ich doch nicht umhin auf folgenden wichtigen Beitrag hinzuweisen:

Danke für die Aufmerksamkeit!

Wärmstens empfohlen!

18. 4. 2009 von tulek

Ein Projekt welches Joss Whedon während des
Hollywood Streiks verwirklichte.
Sehr sehenswert, wenn im Stream auch nur innerhalb
der Vereinigten Staaten, aber das wird findige Leser
sicherlich nicht aufhalten.

Den Soundtrack gibt es übrigens bei iTunes.

PS: … ja, ich schreibe zu wenig, ich weiß

Edit: WordPress frisst mein HTML

Mittendrin

23. 10. 2008 von tulek

Hätte mir jemand vor 4 Jahren gesagt, daß ich die neue Boyzone Single toll finde vergöttere, dem hätte ich einen Vogel gezeigt und dann in den Arsch getreten.

Heute würde dieser jemand die Wahrheit sagen…

Ich mach’ mir da ein bisschen Sorgen um mich, andererseits man muss dieses Lied einfach lieben. Und Mattis mag’s auch.

Und meine Musikhistorie ist an solchen Lieblingsliedern nicht arm:

Lieder auf die ich (nach wie vor) gegen den guten Geschmack stehe und die ich mir jederzeit öffentlich auf die Ohren geben würde (Auszug):

Backstreet Boys – Larger Than Life (ganz große Nummer)
Clowns & Helden – Ich liebe Dich (schön waren die 80iger)
John Lennon – Oh Yoko (Salz auf die Wunden aller Beatles Fans, das Lied ist trotzdem fantastisch)
King Africa – La Bomba (ohne Worte)
Marc Almond – Something’s Gotten Hold Of My Heart (unerreicht)
O-Zone – Dragostea Din Tei (dieses Lied ist erstaunlicherweise gesellschaftsfähig, glaube ich)
Toybox – Tarzan & Jane (an dieser Stelle ein fröhliches Hallo an die MNL und insbesondere Major Ursus)
Xavier Naidoo – Sie Sieht Mich Nicht (hart an der Grenze, sehr hart und dann auch noch Xavier …)

Puh, ist das Hardcore oder was? Ich verzichte mal auf die Youtube Links wenn die jemand hintereinander weg durchguckt, was da passieren kann, ui ui ui.

Musik kann so schön sein.

Eine sichere Bank

3. 10. 2008 von tulek

(Die folgende Meinung poste ich losgelöst von meiner roten Socken Gesinnung, konservative Geister sollten in dieser Situation ähnlich denken)
Im globalen Monopoly Geldverkehr rollt der Rubel, mal schnell, mal langsam. Manchmal sind die Banken mit ihren Peseten auf die schnelle Mark aus. Und wenn es nicht genug Geld für die Bänker gibt, dann denken sich Banken geldähnliche Produkte aus und verkaufen diese und das funktioniert so lange bis sich der glückliche Käufer mal echtes Geld zur Hand nimmt und dieses mit seinem geldähnlichen Produkt vergleicht und dann ist aber was los, hallo, gibt das dann einen Rabatz.

Soweit so schlecht, dass Unschuldige mit in den Strudel der Finanzmärkte gerissen werden, mein Gott die Welt ist nunmal böse, das sollten wir allmählich gelernt haben. Das Amerika 700 Milliarden Dollar zusammenkratzt (jetzt wird Geld auch Sonntags und am Sabbat gedruckt, die Montag-Donnerstagmittag Produktion wird direkt in den Irak verschifft, der Rest jetzt demonstrativ auf den Gehsteig der Wallstreet gekippt), ok passt zwar nicht zum Kapitalismus, aber irgendwas muss ja getan werden.

Das jetzt aber Josef “Victory” Ackermann seinen Verstand benützt, um mal wieder Blödsinn zu reden, DAS überrascht nicht, ist aber trotzdem unangenehm.
Denn auch wenn im Deutschen Haus alles toll ist soll der deutsche Staat doch mal wieder regulierend (im falschen Wortsinne gebraucht, lies: spendend und schenkend) eingreifen. Damit die Banken wieder zueinander Vertrauen fassen können (natürlich: mit neuem Spielgeld macht Bank sein viel mehr Spaß). Aber wehe Bankenfusionen werden argwöhnisch beäugt, das geht dann ja gar nicht…

Ich mag ein Kleingeist sein, aber dieses “Lass-mich-in-Ruhe-Staat-ausser-es-geht-mir-ans-Geld-dann-hilf-mir-schnell” ist echt zum Kotzen.

Zum Wochenende …

13. 9. 2008 von tulek

Fitna

2. 4. 2008 von tulek

Ich habe mir Geert Wilders’ Fitna angesehen und meine schlimmen Erwartungen erfüllten sich…

Dieser Film existiert nur aus seiner selbst heraus, es geht Herrn Wilders darum einen Aufreger zu provozieren und das scheint ihm noch nicht einmal gelungen.
Jeder radikale Moslem kann in diesem Film gar keinen Affront sehen, weil er einfach nur krude Koranverse und doofe O-Töne (und -Bilder) aneinanderreiht. Dramaturgisches “Glanzlicht” der abgetrennte Kopf eines “Ungläubigen”. Offensichtlich soll die Angst vor dem Islam mit diesem mageren Material geschürt werden. Selten wurde ein Ziel so grandios verfehlt.

Während Theo van Goghs Kritik künstlerisch und dramaturgisch wertvoll war, ist dieser Versuch sich selbst eine Fatwa aufzuerlegen schon sehr peinlich. Ein bisschen fühle ich mich an die Karikatur erinnert in der Kanzler Dollfuss versucht neben den “großen” Hitler und Mussolini ebenbürtig zu erscheinen… nun die Geschichte sah Dollfuss scheitern und Geert Wilders kann sich zwar weiterhin als Lieblingsfeind aller Rechtgläubigen sehen, aber was da mit soviel PR Tamtam vorbereitet wurde erweist sich als warmes Lüftchen.
Mit dieser Montagetechnik könnte man jedwede erdenkliche Menschengruppe stigmatisieren wollen und würde doch nur auf den Hosenboden fallen.

Ich verzichte mal auf einen Link zum Film, er ist einfach nur schlecht.