Archiv für die Kategorie 'Machtmenschen'

Fitna

2. 4. 2008 von tulek

Ich habe mir Geert Wilders’ Fitna angesehen und meine schlimmen Erwartungen erfüllten sich…

Dieser Film existiert nur aus seiner selbst heraus, es geht Herrn Wilders darum einen Aufreger zu provozieren und das scheint ihm noch nicht einmal gelungen.
Jeder radikale Moslem kann in diesem Film gar keinen Affront sehen, weil er einfach nur krude Koranverse und doofe O-Töne (und -Bilder) aneinanderreiht. Dramaturgisches “Glanzlicht” der abgetrennte Kopf eines “Ungläubigen”. Offensichtlich soll die Angst vor dem Islam mit diesem mageren Material geschürt werden. Selten wurde ein Ziel so grandios verfehlt.

Während Theo van Goghs Kritik künstlerisch und dramaturgisch wertvoll war, ist dieser Versuch sich selbst eine Fatwa aufzuerlegen schon sehr peinlich. Ein bisschen fühle ich mich an die Karikatur erinnert in der Kanzler Dollfuss versucht neben den “großen” Hitler und Mussolini ebenbürtig zu erscheinen… nun die Geschichte sah Dollfuss scheitern und Geert Wilders kann sich zwar weiterhin als Lieblingsfeind aller Rechtgläubigen sehen, aber was da mit soviel PR Tamtam vorbereitet wurde erweist sich als warmes Lüftchen.
Mit dieser Montagetechnik könnte man jedwede erdenkliche Menschengruppe stigmatisieren wollen und würde doch nur auf den Hosenboden fallen.

Ich verzichte mal auf einen Link zum Film, er ist einfach nur schlecht.

Free Tibet

20. 3. 2008 von tulek

Normalerweise bin ich gut informiert. Aber woher diese plötzliche Verve kommt mit der sich Tibet gegen die chinesische Okkupation erhebt, weiß ich ehrlich gesagt nicht.

Denkt man an Tibet kommt einem ja unweigerlich der Dalai Lama in den Sinn und dieser steht eher für eine buddhistisch geprägte Gewaltlosigkeit zumindest kann und mag ich nicht glauben, daß dieser weise und für uns Langnasen unaufgeregt wirkende Mensch ein aufrührerischer Rebellenführer ist.

Immerhin liegen 50 Jahre friedlichen Protests hinter der Exilregierung und allen Tibetern. Das China jetzt die Aufstände nutzt um den Dalai Lama auf das übelste zu diffamieren und die eigene Härte mit einem angeblich gelenkten Protest begründet - absurd und beschämend.

Was mich aber wirklich wütend macht ist dieses Wischiwaschi um einen Olympiaboykott:
Jetzt sprechen betroffene Sportler, heucheln Verständnis wollen aber Politik nicht auf ihrem Rücken ausgetragen wissen. Das das Morden und die brutale Unterdrückung mit Politik nichts mehr zu tun hat, sondern eine Katastrophe darstellt… geschenkt.
Man hat ja so lang trainiert.
Schauen wir uns die Mächtigen an, ein ebenso trauriges Bild, man protestiert zaghaft möchte die Werkbank der Welt aber nicht zu sehr kränken, woher sollen sonst auch die schönen Billigwaren kommen?

Bei einer ähnlichen Ausgangssituation im Iran wäre die Reaktion sicherlich sehr viel deutlicher (nicht besser) ausgefallen.

Mir scheint der Rest der Welt lässt ein Abgleiten in die finstersten Zeiten Chinas ungehindert geschehen und China hat ja auch mit Umsicht alle Ausländer der Region verwiesen, damit nicht so hässliche Bilder wie 1989 ihren Weg zu uns finden mögen.
Es kann keine Frage sein ob die Spiele boykottiert werden sondern nur noch wann und das sollte längst nicht die einzige Reaktion sein. Man kann nicht ein Fest der Nationen in einem Land austragen in dem einzelne Bevölkerungsgruppen leiden und sterben müssen für den Wunsch nach Heimat und Identität.

Wahlkampf

9. 3. 2008 von tulek

Wäre unser Wahlkampf nur halb so pathetisch und emotional, er würde sicherlich mehr Menschen mitreissen als das was Beck, Merkel, Koch, Wulff und wie sie alle heissen abliefern. Andererseits haben wir auch mehr als 2 Parteien…

Yes we can.
Ich mag Hillary nicht, ich mag die Republikaner nicht, ich werde eventuell einen Präsidenten Obama nicht mögen, aber ich finde seinen Wahlkampf und den damit einhergehenden Idealismus mitreissend.

[Edit] Hauptverantwortlich für dieses tolle Lied ist übrigens Will.I.Am

Ja er lebt noch …

20. 11. 2006 von tulek

Gern würde ich dieses Blog mit Inhalt füllen, aber da T-Online der (irrigen) Auffassung ist, daß ich kein Internet brauche ist meine Zeit, die ich im Internet surfen kann eher knapp bemessen.
Ich bin aber (noch) guter Dinge, daß sich dieses Problem spätestens bis Weihnachten (’07) gelöst sein wird.

Blöd-Zeitung

14. 2. 2006 von tulek

Es ist ziemlich dummdreist von Dir, liebe Bildzeitung, einen Politiker zu verurteilen, weil in einer Immobilie, die ihm gehört, auch Rinnsteinprinzessinnen ihrem Beruf nachgehen und dann noch haarklein vorzurechnen was dieser Mensch verdient (als Politiker), selber aber jeden Tag unzählige Anzeigen gewerblicher Liebhaberinnen abdruckst und damit einen arschvollsehr viel Geld verdienst.
Siehe auch hier.
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Eddie Stoiber erklärt die Welt

13. 1. 2006 von tulek

Wenn Sie a* vom Hauptbahnhof in München mit 10 Minuten, ohne daß Sie am Flughafen noch einchecken müssen. Dann starten Sie im Grunde genommen am Flughafen … am am Hauptbahnhof in München, starten Sie Ihren Flug. 10 Minuten schauen S’sich* mal die großen Flughäfen an: wenn Sie in Heathrow in London oder sonstwo meine se’sche* Charles de Gaulle, äh, in Frankreich oder in äh in in äh in äh Rom. Wenn Sie sich mal die Entfernungen anseh’n*, wenn Sie Frankfurt sich ansehen, dann werden Sie feststellen, daß 10 Minuten … Sie jederzeit locker in Frankfurt brauchen, um Ihr Gäd* zu finden. Wenn Sie vom Flug- äh vom Flufl* äh vom Hauptbahnhof starten, Sie steigen in den Hauptbahnhof ein, Sie fahren mit dem Transrapid in 10 Minuten an den Flughafen in an den Flughafen Frnz* Josef Strauss dann starten Sie praktiesch* hier am Hauptbahnhof in München. Das bedeutet natürlich, daß der Hauptbahnhof, im Grunde genommen, näher an Bayern, an die bayrischen Städte heran wächst, weil das ja klar ist, weil auf dem Hauptbahnhof viele Linien aus Bayern zusammenlaufen.
*=Das sind keine Rechtschreibfehler sondern dezente Hinweise auf Eddies Aussprache

Das mitzuschreiben war die Hölle … anhören kann man sich das hier.

  • 1. Ich verstehe nur Bahnhof.
  • 2. Ich will nie, nie den Münchener Hauptbahnhof sehen, wenn es da so zugeht, wie Eddie uns das erklärt.
  • 3. Erst denken dann sprechen, nicht andersrum!
  • 4. Worauf will Edmund hinaus?
  • 5. Nie das Redemanuskript auf dem Klo vergessen!

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Holzhammermethode

7. 1. 2006 von tulek

Große Angst herrscht hier im Schwabenland, man fürchtet sich vor allem, was man nicht kennt und man kennt hier so einiges nicht. Jetzt hatte das baden-württembergische Innenministerium die schöne Idee einbürgerungswillige Muslime mit fiesen Fangfragen auf eine etwaige islamistische Gesinnung zu testen.
Subtilität kennt man hier im Ländle auch nicht und daher sind die Fragen auch von folgender Güte:

“Stellen Sie sich vor, Ihr volljähriger Sohn kommt zu Ihnen und erklärt, er sei homosexuell und möchte gerne mit einem anderen Mann zusammen leben. Wie reagieren Sie?”

“Wie stehen Sie zu der Aussage, dass die Frau ihrem Ehemann gehorchen soll und dass dieser sie schlagen darf, wenn sie ihm nicht gehorsam ist?”

Mehr dazu gibt es hier zu lesen.
Es gibt hier aber auch Menschen mit Humor und diese haben einen Fragebogen zusammengestellt, der wahre Ausbürgerungswellen auslösen könnte:

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Nur 24 Stunden

13. 12. 2005 von tulek

Dean Gray Tuesday
Die Zeit läuft. Ich bin nicht verantwortlich für den Inhalt der von mir verlinkten Seiten.
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Stanley “Tookie” Williams

13. 12. 2005 von tulek

Am Rande meines Nachrichtenkonsums fiel mir auch die Diskussion um eine mögliche Begnadigung Williams’Wikipedia auf und natürlich hätte ich mir gewünscht das Governeur Schwarzenegger das Todesurteil aussetzt und in eine lebenslange Haftstrafe umwandelt, denn prinzipiell bin ich gegen dieses Auge um Auge, Zahn um Zahn Denken.
Aber der Mensch ist nunmal ein barbarisches Tier und Gewalt ist eines der Erfolgsrezepte der Evolution. Ich kann mir kein Urteil erlauben, ob der Delinquent nur seiner gerechten Strafe zugeführt wurde oder womöglich gar völlig ohne Schuld starb. Was mich an der Geschichte viel mehr bewegt ist diese grausame Option auf eine Begnadigung - dieses Schweben zwischen Hoffen und Bangen (wobei Bangen nicht mal an der Oberfläche des Gefühls kratzen dürfte, welches der Verurteilte empfindet). Wie kann man dem Tod gefasst ins Auge sehen, wenn immer in den Tagen und Stunden vor dem letzten Gang die vage Aussicht auf ein Einlenken der Mächtigen besteht? Wenn eine Nation schon auf dieses unwürdige Spektakel besteht, dann auch in aller Konsequenz. Aber so ist das Gewissen beruhigt, die “guten” Verbrecher haben eine letzte Chance, nach Jahrzehnten des Wartens auf das Finale verzichten zu dürfen. Die “Bösen” sollen schmoren bis dahin.
Warum nicht so mutig sein und das Urteil so schnell wie möglich vollstrecken? Wäre das eventuell zu grausam?
Niemand sollte das Recht haben (und ausüben dürfen) das Leben anderer zu beenden, auch nicht mit staatlicher Legitimation, man stellt sich mit Mördern auf eine Stufe ist um keinen Deut besser als diese. Egal wie das Todesurteil vollstreckt wird sind alle die es tun für mich Mörder, ob nun im finsteren Kerker in China oder gepflegten Gefängnissen der USA.
Sicherlich hat die deutsche Art Schwerverbrecher abzustrafen ihre Schwächen, die leider auch oft genug ersichtlich sind, aber letztendlich sind wir über plumpe Vergeltung erhaben und schützen unsere Gesellschaft mit humaneren Massnahmen, sicherlich ist das subjektive Gefühl, daß es zum Beispiel Kinderschänder viel härter treffen müsste, vorhanden, aber wir sind kein Volk, das wahllos Täter umbringt und sich danach sicherer fühlt. Es spielt für den Menschen keine Rolle ob ein Mörder hinter Gefängnismauern darbt oder aber hinter Friedhofsmauern, einzelne, reaktionäre Misstöne der ewig Unzufriedenen ausgenommen.
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Rendezvous mit dem Unvorstellbaren

29. 11. 2005 von tulek

Auch wenn ich es vor einem halben Jahr für unmöglich gehalten hätte muss ich einen Gedanken äussern, der sich, trotz Anhängerschaft an eine andere Ideologie, in meinem Kopf manifestiert hat.
Ich bewundere, daß Angela Merkel es geschafft hat Kanzlerin zu werden. Sie hat sich gegen alle Seilschaften und Verschwörungen durchgesetzt auf elegante Art und ich gratuliere ihr an dieser Stelle.
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