Gell, Günther Oettinger

13. 4. 2007 von tulek

Da stirbt einmal ein Held der Süd-West CDU, daß zu allem Überfluß damals einen etwas überhasteten Rückzug aus seinen Parteiämtern antreten musste, und Du wolltest am Grab nochmal schnell ein, zwei Dinge geraderücken.

  • Man kann sagen, daß ein Scharfrichter der Kriegsmarine kein Nazi war.
  • Man kann mal wieder auf die schweren Zeiten hinweisen und sagen wenn nicht er, dann hätte man aber ihn…
  • Man kann sogar versuchen die durch Herrn Filbinger verhängten Urteile als unter Zwang erwirkt zu betiteln

Dann aber zu versuchen die bluttriefenden Hände des Herrn F. in einem Palmolive der Unschuld zu waschen und zu behaupten, daß zwischen Herrn F.s Berufung zum Richter, dessen Urteilen und den daraus resultierenden Exekutionen keinerlei Zusammenhang bestehe, ist pervers.
Ich habe mich mehr als nur ein bisschen erschrocken über diese definitiv und objektiv falsche Schönfärberei.
Es wäre wohl angebracht Herrn Teufel bei seinem Philosophiestudium zu begleiten, wer so unverschämt lügt, in einer solchen Sache, hat in demokratischen Prozessen nichts zu suchen.

Words, don’t come easy

23. 2. 2006 von tulek

So traurig es ist, aber wir alle müssen uns die Tatsache eingestehen, daß in meinem Leben gerade ein bisschen die Monotonie das Zepter schwingt. Und das macht sie durchaus erfolgreich, ein bisschen selbstverschuldet, aber darauf gehe ich an dieser Stelle mal nicht ein, ansonsten, da bin ich mir sicher, könnte ich das Augenrollen hören.
Um Euch aber nicht damit zu langweilen wie doofinspirationslos ich bin, werde ich einen Schwank aus meiner Schulzeit präsentieren:
Zu Zeiten meines Mittelstufenbesuchs an der Lehranstalt meiner Wahl ward uns Schülern ein großer Heroe der Bundespolitik ins Haus gezaubert, der uns seine Erlebnisse zum Thema Nationalsozialismus näher bringen sollte. Wenn ich mich recht erinnere war es Gerhard StoltenbergWikipedia und sämtliche anwesende Geschichtslehrer sagten wir könnten am Ende des Vortrages gern Fragen stellen aber keine politischen! Es war klug vom Lehrkörper dies im Vorfeld anzukündigen, denn so konnten die Streber schonmal über die beifallbringende Mörderfrage sinnieren.
Der Vortrag ist zu Ende müdesergriffenes Schweigen im Publikum, aufrüttelnde Worte der Lehrer folgen nun doch bitte Fragen zu stellen, wo man uns doch einen so wichtigen Zeitzeugen engagiert hat. Keiner hat natürlich Lust sich mit den Großen zu unterhalten, doch da: in der ersten Reihe rechts eine Meldung - natürlich der oberuncoole Sohn des Mathematiklehrers aus Sextazeiten meldet sich, na jetzt kommt wohl die Mörderfrage:
Und ich zitiere jetzt wortwörtlich, denn diese bescheuerte Einleitungsfloskel ist mir als die allerübelste Floskel aller Zeiten im Gedächtnis geblieben

Ich und meine Freunde von der Jungen Union fragen uns warum -insert here: damals aktuellen Politikskandal-

  • Uh, beim Gast verschissen (der aber leider Gottes darauf einging, da er der gleichen unseligen Partei angehörte, wie der Fragensteller und Politiker profilieren sich nun mal gern)
  • unten durch beim Lehrkörper (aber nicht ganz, schliesslich ist’s ein Lehrerkind)
  • Aber bei den Schülern, zumindest bei mir, war er sowas von gesellschaftlich tot (war er vorher auch schon weil -> Lehrerkind)

Zusammengefasst: Er hatte nichts zu verlieren und wie sonst hätte er sich besser politisch outen können?
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Rendezvous mit dem Unvorstellbaren

29. 11. 2005 von tulek

Auch wenn ich es vor einem halben Jahr für unmöglich gehalten hätte muss ich einen Gedanken äussern, der sich, trotz Anhängerschaft an eine andere Ideologie, in meinem Kopf manifestiert hat.
Ich bewundere, daß Angela Merkel es geschafft hat Kanzlerin zu werden. Sie hat sich gegen alle Seilschaften und Verschwörungen durchgesetzt auf elegante Art und ich gratuliere ihr an dieser Stelle.
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Stuttgart Hauptbahnhof

20. 7. 2005 von tulek

Menschengewimmel, Hektik, Rush Hour und mittendrin Rezzo Schlauch, ganz verdattert sah ich Herrn Schlauch seinen schweren Koffer wegwuchten, Anstrengung stand ihm ins Gesicht geschrieben. Da fragte ich mich doch hat Herr Schlauch schon Wochenende? Am Mittwoch? Muss er denn nichts für die Neuwahlen vorbereiten? Keine Wahlkampfreden halten? Kindern die Hände schütteln und Rentnern auf die Stirn küssen? Ja wie will er denn dann wiedergewählt werden? Wie soll rot-grün denn so die Wahl gewinnen? Fragen über Fragen.
Ps: Kürzlich las ich, daß DasFrau Merkel sagte sie habe auch ein Herz. Köstlich dieser pommersche Humor…
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Neue Heimstatt

3. 2. 2005 von tulek

So für alle Sichsorgenmacher Freunde und Bekannte ich bin gut und in einem Stück in Baden-Württemberg angekommen, mittendrin im schwarzen Land, wo die CDU seit Jahrzehnten nur verbrannte Erde hinterlässt, aber das ist ja eine andere Geschichte …
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