Mehmet Tarhan

8. 3. 2006 von tulek

Sehr geehrter Herr Mohrfeldt,

unterstützen Sie den türkischen Kriegsdienstverweigerer Mehmet Tarhan

Schicken Sie ihm eine Solidaritätspostkarte.
Zur Online-Postkarte: www.connection-ev.de/Tuerkei/Tarhan23_frm.html

Am 10. August 2005 wurde Mehmet Tarhan zu vier Jahren Haft verurteilt. Das ist bislang die längste Haftstrafe, die gegen einen Kriegsdienstverweigerer in der Türkei ausgesprochen wurde. Er befindet sich seit April 2005 im Militärgefängnis in Sivas.

Im Militärgefängnis wurde Mehmet Tarhan mehrmals misshandelt.
Im Jahr 2001 hatte Mehmet Tarhan seine Kriegsdienstverweigerung öffentlich erklärt. Weil die Türkei das Menschenrecht auf Kriegsdienstverweigerung aber nicht anerkennt, war er im April 2005 in Izmir festgenommen und dem Militär überstellt worden. Das Militär hatte ihn wegen Befehlsverweigerung angeklagt.

Mehmet Tarhan will nicht wegen seiner Homosexualität ausgemustert werden, wie dies in der Türkei möglich ist. Er will sich nicht dem entwürdigendem Verfahren unterziehen und sieht dies zudem als einen “faulen Kompromiss” an. Er besteht auf der Anerkennung seiner Kriegsdienstverweigerung.

Unterstützen Sie den Kriegsdienstverweigerer Mehmet Tarhan und schicken ihm online eine Postkarte (www.connection-ev.de/Tuerkei/Tarhan23_frm.html). Ein vorbereiteter türkischer Text und die von Ihnen im Formular eingetragenen Ergänzungen werden von uns auf Postkarten gedruckt, diese frankiert und Mehmet Tarhan zugesandt. Damit können Sie ihm Ihre Solidarität zeigen. Damit können Sie dem türkischen Militär dokumentieren, dass Mehmet Tarhan international Unterstützung genießt.

Weitere Informationen zur Situation von Mehmet Tarhan finden Sie unter http://www.Connection-eV.de/Tuerkei/Tarhan01.html

Mit freundlichen Grüßen

Peter Tobiassen

Zentralstelle für Recht und Schutz der Kriegsdienstverweigerer aus Gewissensgründen e.V.
Sielstraße 40, 26345 Bockhorn
Tel.: 04453/9864888, Fax: 04453/9864890
E-Mail: Zentralstelle.KDV@t-online.de
Internet: www.zentralstelle-kdv.de

Online spenden: https://sslsites.de/zentralstelle-kdv.de/online-spende.htm
oder Spendenkonto: 100 0850 bei der Sparkasse Bremen (BLZ 290 501 01)

Sie erreichen uns in aller Regel montags bis freitags von 11.00 Uhr bis 16.00 Uhr.

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Dies ist eine Aktion von Connection e.V., amnesty international (Sektion der Bundesrepublik Deutschland), amnesty international MERSI, Gays & Lesbians aus der Türkei Berlin-Brandenburg e.V. (GLADT), der Zentralstelle für Recht und Schutz der Kriegsdienstverweigerer aus Gewissensgründen, Deutsche Friedensgesellschaft-Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK), Landesverbände Berlin-Brandenburg und Hessen, Ev. Arbeitsgemeinschaft zur Betreuung der Kriegsdienstverweigerer (EAK) und anderen

-Ohne Worte-
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Nachtrag:
Mittlerweile wurde Mehmet Tarhan freigelassen.

Stanley “Tookie” Williams

13. 12. 2005 von tulek

Am Rande meines Nachrichtenkonsums fiel mir auch die Diskussion um eine mögliche Begnadigung Williams’Wikipedia auf und natürlich hätte ich mir gewünscht das Governeur Schwarzenegger das Todesurteil aussetzt und in eine lebenslange Haftstrafe umwandelt, denn prinzipiell bin ich gegen dieses Auge um Auge, Zahn um Zahn Denken.
Aber der Mensch ist nunmal ein barbarisches Tier und Gewalt ist eines der Erfolgsrezepte der Evolution. Ich kann mir kein Urteil erlauben, ob der Delinquent nur seiner gerechten Strafe zugeführt wurde oder womöglich gar völlig ohne Schuld starb. Was mich an der Geschichte viel mehr bewegt ist diese grausame Option auf eine Begnadigung – dieses Schweben zwischen Hoffen und Bangen (wobei Bangen nicht mal an der Oberfläche des Gefühls kratzen dürfte, welches der Verurteilte empfindet). Wie kann man dem Tod gefasst ins Auge sehen, wenn immer in den Tagen und Stunden vor dem letzten Gang die vage Aussicht auf ein Einlenken der Mächtigen besteht? Wenn eine Nation schon auf dieses unwürdige Spektakel besteht, dann auch in aller Konsequenz. Aber so ist das Gewissen beruhigt, die “guten” Verbrecher haben eine letzte Chance, nach Jahrzehnten des Wartens auf das Finale verzichten zu dürfen. Die “Bösen” sollen schmoren bis dahin.
Warum nicht so mutig sein und das Urteil so schnell wie möglich vollstrecken? Wäre das eventuell zu grausam?
Niemand sollte das Recht haben (und ausüben dürfen) das Leben anderer zu beenden, auch nicht mit staatlicher Legitimation, man stellt sich mit Mördern auf eine Stufe ist um keinen Deut besser als diese. Egal wie das Todesurteil vollstreckt wird sind alle die es tun für mich Mörder, ob nun im finsteren Kerker in China oder gepflegten Gefängnissen der USA.
Sicherlich hat die deutsche Art Schwerverbrecher abzustrafen ihre Schwächen, die leider auch oft genug ersichtlich sind, aber letztendlich sind wir über plumpe Vergeltung erhaben und schützen unsere Gesellschaft mit humaneren Massnahmen, sicherlich ist das subjektive Gefühl, daß es zum Beispiel Kinderschänder viel härter treffen müsste, vorhanden, aber wir sind kein Volk, das wahllos Täter umbringt und sich danach sicherer fühlt. Es spielt für den Menschen keine Rolle ob ein Mörder hinter Gefängnismauern darbt oder aber hinter Friedhofsmauern, einzelne, reaktionäre Misstöne der ewig Unzufriedenen ausgenommen.
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