Nostalgie

25. 6. 2009 von tulek

Ich dachte schon der einzige zu sein der momentan an alte Zeiten denkt.

Liegt es am Alter?
Ist die Generation Praktikum schon in der Midlife Crisis?

Ich ertappe mich in letzter Zeit auf jeden Fall öfter dabei alte Bonmots zu erzählen (entweder mir selbst oder meiner Frau und jedem der es hören will).
Meine Musikauswahl wird von den ausgehenden Neunzigern dominiert, Namen verschiedenster Weggefährten werden gegooglet, ich denke an all die Einflüsse
längst vergessener Jahre, es fällt mir schwer Dinge wegzugeben, die an sich wertlos sind, aber die ich dennoch mit bestimmten Situationen verbinde…

Wie soll das erst im Alter werden?

Stehe ich am Scheideweg? Eigentlich nicht, mein Weg ist vielleicht nicht der geradlinigste aber die Richtung stimmt.
Es ist vielleicht einfach natürlich im Laufe der Jahre an Verluste zu denken, an Menschen die man, warum auch immer, aus
den Augen verloren hat. Begebenheiten, die sich so nicht mehr ereignen werden können, der Verlust subjektiver Freiheit, weil
man als Erwachsener/Vater/Arbeitnehmer Pflichten hat, die es vorher im Leben nicht gab.
Ich weiß nicht wie es Euch geht, aber die Unbeschwertheit der Jugend ist für mich fort.
Gerade durch Mattis sehe ich jetzt doch einiges anders, Verlustängste schleichen sich in die Gedanken,
Sorgen um die Liebsten, Sorgen was alles passieren kann, Überlegungen wie die Zukunft konkret aussehen mag…

Früher war nicht alles besser, einiges war einfach gut.
Und heute ist alles ein bisschen anders als gestern und ebenfalls gut.

So und um diesen esoterischen Geschwurbel eine Pointe zu schenken:

Viel Spaß, MNL!

Mittendrin

23. 10. 2008 von tulek

Hätte mir jemand vor 4 Jahren gesagt, daß ich die neue Boyzone Single toll finde vergöttere, dem hätte ich einen Vogel gezeigt und dann in den Arsch getreten.

Heute würde dieser jemand die Wahrheit sagen…

Ich mach’ mir da ein bisschen Sorgen um mich, andererseits man muss dieses Lied einfach lieben. Und Mattis mag’s auch.

Und meine Musikhistorie ist an solchen Lieblingsliedern nicht arm:

Lieder auf die ich (nach wie vor) gegen den guten Geschmack stehe und die ich mir jederzeit öffentlich auf die Ohren geben würde (Auszug):

Backstreet Boys – Larger Than Life (ganz große Nummer)
Clowns & Helden – Ich liebe Dich (schön waren die 80iger)
John Lennon – Oh Yoko (Salz auf die Wunden aller Beatles Fans, das Lied ist trotzdem fantastisch)
King Africa – La Bomba (ohne Worte)
Marc Almond – Something’s Gotten Hold Of My Heart (unerreicht)
O-Zone – Dragostea Din Tei (dieses Lied ist erstaunlicherweise gesellschaftsfähig, glaube ich)
Toybox – Tarzan & Jane (an dieser Stelle ein fröhliches Hallo an die MNL und insbesondere Major Ursus)
Xavier Naidoo – Sie Sieht Mich Nicht (hart an der Grenze, sehr hart und dann auch noch Xavier …)

Puh, ist das Hardcore oder was? Ich verzichte mal auf die Youtube Links wenn die jemand hintereinander weg durchguckt, was da passieren kann, ui ui ui.

Musik kann so schön sein.

Düdeldüüüüü

18. 3. 2008 von tulek

Ich höre seit Tagen ein und dasselbe Lied rauf und runter… es ist wie eine Sucht.

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Wahlkampf

9. 3. 2008 von tulek

Wäre unser Wahlkampf nur halb so pathetisch und emotional, er würde sicherlich mehr Menschen mitreissen als das was Beck, Merkel, Koch, Wulff und wie sie alle heissen abliefern. Andererseits haben wir auch mehr als 2 Parteien…

Yes we can.
Ich mag Hillary nicht, ich mag die Republikaner nicht, ich werde eventuell einen Präsidenten Obama nicht mögen, aber ich finde seinen Wahlkampf und den damit einhergehenden Idealismus mitreissend.

[Edit] Hauptverantwortlich für dieses tolle Lied ist übrigens Will.I.Am

Rainald Grebe in Satrup

8. 3. 2008 von tulek

Gestern verschlug es Sina und mich ins nahe SatrupWikipedia.

Rainald Grebe gab sich die BlößeEhre die norddeutsche Provinz zu besuchen.
Wer das Œuvre Grebes kennt wurde nicht enttäuscht, in einer gelungenen Mischung aus Routine und Improvisation stellte Herr Grebe seine neuestes Soloprogramm “Das Robinson Crusoe Konzert” vor.
Der Brückenschlag zum hiesigen Publikum ward schnell getan, indem der Ton- und der Lichttechniker immer wieder direkt von Herrn Grebe mal mehr oder weniger nett angesprochen wurden (wobei hier die Grenze zwischen Absprache und Spontaneität fliessend war), solidarisierte man sich mal mit der einen oder anderen Seite. Wobei die Technik Herrn Grebe auch wunderschöne Steilvorlagen bot, das reichte vom falsch gesetzten Spot bis hin zu einem Versagen des Funkmikrofons. Diese kleinen Pannen boten Herrn Grebe den Rahmen aus seinem Ablauf auszubrechen, den er trotz seiner Lockerheit und Sich-gern-ablenken-lassens, relativ werktreu folgte, was mich in der Rückschau doch überraschte, da die Performance kein Schema F erkennen liess.
Das Warming-Up wurde in einem fingierten Soundcheck en passant absolviert.

Herr Lindle, das sind jetzt die lauten Stellen, hören Sie Herr Lindle?! Hören Sie?

Frühe Highlights waren das titelgebende Robinson, sowie 30jährige Pärchen.
Die Bandbreite der Lieder reichte von tragischen Balladen Nichtwähler, Lass die Kerne in den Oliven bis hin zur plakativen Sezierung großstädtischen Sozialdünkels Bernd, Wissen ist Macht.
Zum krönenden Abschluss war sich Herr Grebe nicht zu schade 4 Zugaben zu geben, wobei, für mich mit einer der beeindruckendsten Momente, Herr Grebe mit der kurzen Passage “I’m not a jukebox, baby” gleich für Klarheit sorgte, das Publikum ist eben Publikum und nicht Programmredakteur. Zumal hier auch der Ruf nach Liedern der Kapelle der Versöhnung die künstlerische Integrität der “Ein-Mann-Band” Grebe in Frage stellte.

Ein toller Abend mit einem Ausnahmekünstler, Danke Rainald Grebe.
Für alle Nichtkenner eine kleine Kostprobe seines Könnens (allerdings mit der Kapelle der Versöhnung):
Notiz an mich: Konzertkritik ist ein sehr schweres Sujet, üben!

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The Love is back

15. 7. 2006 von tulek

Zum neuen Konzept gehört unter anderem ein breiteres Musikangebot. Neben Techno wird jetzt auch Elektro-Pop, House, Trance, Minimal, Progressive und Drum’n'Bass gespielt.

Ui, völlig andere Musik, die da jetzt geboten wird.

Zarah Leander

4. 2. 2006 von tulek

Ist groß ganz groß.
Trotz Vereinnahmung durch den Anstreicher und dessen Radio. Und Davon geht die Welt nicht unter erzeugt bei mir immer eine Gänsehaut, wenn ich dieses Lied höre muss ich immer an die Doppeldeutigkeit zerbrochene Liebe/zerbombte Städte denken und dieser beschwingte Walzertakt in diesen dunklen Zeiten, grandios. Lili Marleen ist dagegen als Kriegsschlager überschätzt, auch wenn das Lied auf allen Seiten das Lied der Sehnsucht war, ist Zarah Leander Lale Andersen aber sowas von überlegen…
Technorati, Technorati

2006

20. 1. 2006 von tulek

Ist nach fast 3 Wochen genauso doof wie 2005. Irgendwie habe ich im Moment nicht einen Funken Glück und so langsam frage ich mich, was ich eigentlich in meinem vorherigen Leben verbrochen habe, um vom Schicksal immer derartig umgeholzt zu werden.
Ich erwarte da einiges an Besserung, Ihr lieben NornenWikipedia.
An meinem Karma kann’s ja nicht liegen, ich bin ja so rein wie ein Diamant ;) .
Ich muss mal wieder nachtragend sein:
Ich übertreibe natürlich maßlos, alles in allem geht es mir sehr gut. Nur der Verlust eines sehr großen Teils meiner Musiksammlung und eine Absage nach einem sehr netten Bewerbungsgespräch lassen mich gramgebeugt schreiben …
Technorati, Technorati

Life’s A Bitch*

17. 1. 2006 von tulek

Das Schlimmste was passieren konnte ist passiert. Meine mühsam zusammengetragene Musiksammlung ist ins Datennirvana übergetreten und jetzt sitze ich hier und bin immer noch fassungslos. Eine schlimme Welt, in der wir da leben, eine ganz schlimme.
*=Normalerweise vermeide ich englische Begriffe in meinem Blog, aber hier war’s notwendig.
Technorati, Technorati

Sting (1951 – )

10. 1. 2006 von tulek

Ellas Danzan Solas

¿Por qué están aquí, danzando solas?
¿Por qué hay tristeza en sus miradas?
Hay soldados también
Ignoran su dolor
Porque desprecian el amor
Danzan con los muertos
Los que yá no están
Amores invisibles
No dejan de danzar
Danzan con sus padres
Sus niños también
Y con sus esposos
En soledad, en soledad

Yo las vi, en silencio gritar
No hay otra manera de protestar
Si dijeran algo más
Solo un poco más
Otra mujer seria torturada
Con seguridad

Danzan con los muertos
Los que yá no están
Amores invisibles
No dejan de danzar
Danzan con sus padres
Sus niños también
Y con sus esposos
En soledad, en soledad

Un dia danzaremos
Sobre sus tumbas, libres
Un dia cantaremos
Al danzar
Un dia danzaremos
Sobre sus tumbas, libres
Un dia cantaremos
Al danzar

Ellas danzan con los desaparecidos
Danzan con los muertos
Danzan con amores invisibles
Con silenciosa anustia
Danzan con sus padres
Con sus hijos
Con sus esposos
Ellas danzan solas
Danzan solas

Hey Mr Pinochet
Su siembra huele mal
Y ese dinero que recibe
Pronto se terminará
No podrá comprar mas armas
Ni a sus verdugos pagar
Imagine a su madre
Danzando siempre en soledad
Danzan con los muertos
Los que yá no están

Amores invisibles
No dejan de danzar
Danzan con sus padres
Sus niños también
Y con sus esposos
En soledad, en soledad

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