London calling

7. 7. 2005 von tulek

Da vertrödelt man den lieben langen Tag mit dem Retten eines korrumpierten MBR versucht zum x-ten Mal den Einstieg in Linux zu finden und dann nach getanem Tagwerk möchte man noch die eine oder andere kuriose Nachricht aus der Welt lesen.
Und dann erfährt man in seiner ganzen Wucht was Menschen Menschen antun können. Sicherlich blendet man die Grausamkeit aus, das Sterben im Sudan, das Elend im Irak man ist satt, möchte nicht glauben was weit entfernt der Heimat geschieht, aber dann gibt es wieder diese neuralgischen Punkte, die zynisch “weich” getauften Ziele, die angegriffen werden, nicht weit weg von unserem Alltag. Es gab diesmal nicht soviele Tote wie noch letztes Jahr in Madrid, aber das kann kein Trost sein, den Menschen, die es direkt oder indirekt betrifft, ist es egal wie grausam ein Anschlag war, für sie ist das Schlimmste eingetreten, etwas von dem man immer glaubt es passiere anderen, weit weg. London versinkt wieder in Angst, die Weltstadt in Angst vor Leuten aus einer moralischen Provinz, die so weit weg ist, daß wir sie nie begreifen werden. Irgendwo herrscht jetzt großer Jubel und das macht die Sache nur trauriger.
Technorati, Technorati